Hilfe, mein Kind isst zu viel Süßigkeiten!

04.11.2021

Was soll ich nur tun? Mein Kind isst ständig Süßigkeiten! Wie kann ich das Naschen einschränken? 

Als Mama kann ich die Gedanken anderer Mütter gut nachvollziehen. Mein Töchterchen liebt Süßes ebenso aber sie ist ein Genussmensch, sprich, sie teilt sich ihre Süßigkeiten ein und verstaut sie gut in der Naschlade, denn so ihr Gedanke, ein bisschen Vorrat sollte immer vorhanden sein. 

Die Prägung, die Gewöhnung an den süßen Geschmack erfolgt bereits durch das süße Fruchtwasser im Mutterleib. Nach der Geburt wird gestillt oder PRE-Nahrung gegeben, der süße Geschmack wird verinnerlicht. Mit der Beikost kommen noch viele andere Geschmacksprägungen hinzu. Der süße Geschmack dominiert anfangs. Der süße Karottenbrei, der süße Kürbisbrei, später Obstmus. 

Solange das Kind zu Hause betreut wird, hat man als Mama und Papa die Essgewohnheiten und Vorlieben des Kindes im Blick. Im Kindergarten und in der Volksschule gestaltet sich dies schon schwieriger. Vor allem, wenn das Kind das Mittagessen inkl. Nachspeise im Kindergarten oder in der Schule zu sich nimmt. Hier sich Eltern einbringen und Informationen zu Mahlzeiten fordern bzw. die Gesunde Jause einfach selbst mitgestalten.

In der TCM wirkt Zucker befeuchtend. Zuviel an Zucker, sprich Unmengen an Süßigkeiten und Backwaren schwächen das kindliche Verdauungssystem, das kindliche Qi (Energie). Die Folgen sind vermehrte Infektanfälligkeit mit Schleimbildung.  

Mein Grundsatz als Mama und Ernährungsexpertin lautet: Keine Verbote, alles mit Maß und Ziel. So leben wir dies auch zu Hause. Und es gibt gewisse Regeln, sowie Alternativen zu Haushaltszucker. 

Eine gute Alternative stellt der Rohrohrzucker dar, da dieser einen geringen Verarbeitungsgrad aufweist. Rohrzucker wird gerne zum Backen verwendet.

Kokosblütenzucker weist einen sehr niedrigen glykämischen Index auf, wodurch dieser eine gute Alternative zum herkömmlichen Haushaltzucker aufweist. Ein niedriger glykämischer Index lässt den Blutzuckerspiegel langsamer ansteigen. Gebäck aus Weißmehl, Schokolade,.... lassen den Blutzuckerspiel rasch ansteigen!

Reissirup wird aus gemahlenem Reis gewonnen. Der Reis wird mit Wasser und Enzymen erwärmt, fermentiert. Somit wird die Reisstärke in Mehrfachzucker, Malzzucker und Traubenzucker aufgespalten. Der Reissirup ist eine gute Alternative, da dieser keine Saccharose und keinen Fruchtzucker enthält. 

Fruchtmus, Kompott, Trockenfrüchte z.B. Datteln, Rosinen (aufpassen in der Kleinkindernährung - Aufsicht bei der Zubereitung von Kuchen,....) stellen ebenso eine gute Alternative dar, um Kuchen und kleine Snacks zu süßen. 

Mandelmus ist die ideale Zutat für einen Getreidebrei und in der vegetarischen und veganen Küche sehr beliebt. Es besitzt einen hohen Anteil an Vitaminen, Ballaststoffen und Folsäure, Magnesium und Kalzium. 

Agavendicksaft besteht aus Fruchtzucker und hat eine hohe Süßkraft. 

Kokospudding statt normalem Schokopudding. Warmer Kakao mit Reisdrink, Haferdrink oder Mandeldrink zubereitet statt Kuhmilch. (erhältlich im Supermarkt oder Drogeriemarkt)

Weitere Tipps: 

  • Gemeinsames Backen! Dies ist eine gute Alternative zu Schokolade & Co. Und Eltern haben hier den Überblick, welche Zutaten verwendet werden! 
  • Süßes ist keine Belohnung! Schokolade wird oftmals als Seelentröster gegeben. Diese Form der Aufmerksamkeit merkt sich das Kind. 
  • Selbstgebackene Fruchtriegel aus Datteln, Bananen, Nüssen backen! 
  • Keine Verbote! Ab und zu ein paar Stücke Schokolade sind erlaubt! 
  • Der Zahngesundheit zuliebe - Wasser. Auch Kräutertee statt Früchtetee und Säften. Diese enthalten zu viel an Fruchtzucker. Es gibt bereits Kinderkräutertees im Drogeriemarkt zu kaufen.


Du möchtest mehr Infos? 

Mit meinem ONLINE KURS - TCM Ernährung für die Familie kannst du dein Ernährungswissen erweitern! 

Buchen und starten!